
Strand, Natur und aktives Erleben
Die Rügener Badestrände zählen zu den beliebtesten Deutschlands. Der Strand in Binz ist fast vier Kilometer lang. Hier kann man sehr gut am Strand in der Sonne baden. Wer nicht nur liegen möchte, findet an der Küste abwechslungsreiche Angebote: Stand-up-Paddling, Beachvolleyball, Radtouren durch den Granitz-Forst oder Wanderungen zum Königsstuhl. Mit ca. 3.000 Hektar Buchenwald ist der Jasmund-Nationalpark zwar der kleinste Nationalpark Deutschlands, zählt aber zum UNESCO-Weltnaturerbe. Es ist ein seltener Ort, den man auch als Jugendlicher abseits aller Freizeitmöglichkeiten kennenlernen kann, zumal er so gut zu erreichen ist.
Ein geregelter Aufenthalt in einem Jugendcamp im Sommer an der Ostsee verbindet diese Naturschönheiten mit einem pädagogisch angelegten Programm, das die Selbständigkeit und das Gruppenerlebnis fördert.
Die Gemeinschaft macht den Unterschied
Was Rügen-Reisen für Jugendliche von einem gewöhnlichen Familienurlaub abhebt, ist das soziale Umfeld. Gleichaltrige, gemeinsame Unternehmungen und neue Kontakte können hier erlebt werden. Gruppenreisen zur Ostsee werden häufig unter pädagogischer Anleitung durchgeführt: Teambildung am Strand, gemeinsame Aufgaben, sportliche Herausforderungen in der Natur.
Studien über die Entwicklung der Jugendlichen zeigen, dass Reisen unter Gleichaltrigen die Ausbildung sozialer Fähigkeiten stärker fördern als das Reisen mit Familien. Konzentrieren, Konflikte lösen, Verantwortung übernehmen. Das sind Fähigkeiten, die sich in solchen Rahmenbedingungen fast nebenbei entwickeln. Rügen ist dafür optimal: übersichtlich, sicher und doch abenteuerlich genug, um nicht langweilig zu sein.
Sellin mit der mondänen Seebrücke und dem hübschen Ortskern ist ein beliebter Ausgangspunkt. Die Atmosphäre ist entspannt, alles ist nah beieinander, und die Freizeitinfrastruktur für jüngere Gruppen ist gut ausgebaut.
Was nehmen die Jugendliche mit
Ein Sommer auf Rügen hinterlässt mehr als Sommerbräune und Schnappschüsse. Neue Freundschaften, die erste selbst organisierte Tagestour und das erste Mal allein im Ostseewasser schwimmen. So etwas bleibt haften, weil es außerhalb des gewohnten Alltags stattfindet.
Zugleich gibt es in der Region einen hohen Allgemeinbildungswert. Die Geschichte der Insel von slawischen Siedlungen über die Hansezeit bis zur Bäderarchitektur des 19. Jahrhunderts ist im Straßenbild und in den Museen abzulesen. Wer möchte, kann neben Strand und Sport auch kulturell vieles für sich mitnehmen, ohne dafür gezielt ins Museum gehen zu müssen.
Rügen ist nicht perfekt. Im Hochsommer kann es rappelvoll werden, manch ein Ort ist dann so überlaufen, dass er regelrecht seinen Reiz verliert, und die Unterkünfte in Strandnähe sind spätestens dann alle belegt. Wer rechtzeitig bucht oder die Nebensaison oder planvoll gestaltete Gruppenreisen in seine Überlegungen einbezieht, wird jedoch an diesen Mängeln kaum nennenswerte Abstriche machen müssen. Für Jugendliche, die eine Sommerreise im Sinn haben, bei der Natur, Aktivität und Gemeinschaft zusammentreffen, bleibt Rügen eine der stärksten Optionen an der deutschen Küste.